Vom Umgang mit spirituellen Konzepten

Durchsage der weissen Bruderschaft anlässlich der Trance- und Bewusstseinswoche Juli 2019 im Kiental

 

Einige Themen die wir heute gerne noch mit euch anschauen möchten, ein Thema das in dieser Woche viel Aufmerksamkeit bekommen hat, werden wir noch vertiefen. Ein weiteres Thema, das noch nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen hat und von der Theorie her zu kurz gekommen ist, dafür habt ihr ganz viel Praktisches zu diesem Thema gemacht. Als erstes möchten wir auf das Thema der Konzepte und das Paradoxon eingehen. Wir möchten euch Informationen weitergeben, die euch helfen, das ganze Paradoxon zu verstehen, auch wenn die Definition von Paradox gerade die ist, dass es nicht verstanden werden kann. Dies sind die Grundlegenden Fragen, die überhaupt erst eine Seele dazu bewegt, sich auf diesen sogenannten spirituellen Weg zu begeben. Auf diesem spirituellen Weg, wirst du mit vielen neuen Ideen und Konzepten konfrontiert. Du wirst Konzepte lernen, du wirst Wissen und Theorien dir aneignen. Dabei kommt es immer darauf an, wo dass du dich befindest, in welchem Kulturkreis, in welchem Land du geboren bist, welche Resonanz du zu Lehrern, Gurus, vielleicht sogar erwachten und erleuchteten Weisheitslehrer du hast. So wirst du sicherlich immer nur einem gewissen Teil, aller möglichen Konzepte und Theorien begegnen. Viele, viele Konzepte, die es auch gibt, aus anderen Ländern, anderen Kulturkreisen, die immer wieder eine eigene Betrachtung des Einen grossen Ganzen haben, wirst du nie kennen lernen. So gesprochen ist es von Anfang an schon klar, dass jedes Konzept, das dir begegnet nur eine Widerspiegelung deiner innersten Seele, deines eigenen Glaubens ist, das so nur ans Licht gebracht wird. Etwas das deine Seele bereits geglaubt hat und so nur ans Licht gebracht wird, um einen intellektuellen/mentalen Ausdruck zu erfahren. Wenn du aber bei diesen Worten verstehst, dass es Konzepte gibt, die dir nie begegnen, so kannst du auf dieser Ebene verstehen, dass jedes Konzept, das dir begegnet, unvollständig ist. Damit lässt sich auch das grosse Paradox so erklären: Wenn es dir möglich wäre, unterschiedliche Konzepte aus allen Kulturen die es gibt, die es jemals gab und die es jemals geben wird, anzuschauen, dann würdest du nämlich Konzepten begegnen, die sich völlig zu 100% widersprechen. Und doch folgt eine Kultur dem Konzept A und eine andere Kultur Konzept B, die sich total und zu 100% ausschliessen und komplett widersprechen. Und doch werden beide Kulturen, A und B, auf ihrem Weg Fortschritte machen, werden Dinge erfahren, werden Mysterien des Universums erkunden und auch bis zu einem gewissen Grad, wie es möglich ist, für den Geist auferstehen, obschon sie zwei Konzepten folgen, die sich widersprechen. Wie ist das möglich? Dies ist nur möglich, weil letztendlich die Existenz, die Kernexistenz des Universums, an und für sich ein Paradox ist. Eure moderne Wissenschaft ist diesem Paradox auch schon auf der Spur. Es gibt zahlrieche Variabeln in den Naturgesetzen, in den kosmischen Konstanten, die Gesetze der Astronomie, wie Materie sich zusammenhält, wie daraus Planeten und Sterne geformt werden und so letztendlich überhaupt menschliches, tierisches und pflanzliches Leben entstehen kann. Würden einige dieser Naturkonstanten nur um 1% abweichen, würde das Ganze nicht existieren können. Das ist das Paradox. Es ist ein wunderschönes Paradox. Es ist ein Wunder an und für sich.

Somit zu dir und deinen Konzepten. Kein Konzept das du hast, ist falsch. Kein Konzept das du hast ist richtig. Konzepte auf dem spirituellen Weg sind auch eine Evolution. Ich spreche von der persönlichen Entwicklung und von der individuellen, nicht von der einer Gesellschaft oder Kultur, so wie ich es zuvor getan habe. Diese sind einer Evolution unterworfen. Wenn du noch ganz am Anfang vom Weg bist, wirst du andere Konzepte in deinem Leben willkommen heissen und darüber studieren, lesen und danach leben, wie wenn du bereits ein paar Jahre unterwegs bist. Das heisst aber auch, dass es eine zwingende Notwendigkeit ist, diese Konzepte, die du zu Beginn erlernt hast, wieder zu verlernen. Weil sie mit einem fortschreitenden Bewusstsein ihre Bedeutung verlieren. Wir vergleichen dies immer mit der Schule hier auf Erden. Im Kindergarten wirst du nicht dasselbe lernen wie in der ersten Klasse. Und hier wirst du nicht dasselbe lernen wie in der Primarschule und in der Sekundarschule. Und vielleicht gehst du später sogar noch auf das Gymnasium und die Universität. Und doch, wenn du hier mit diesem Bild, mit diesem Symbol, weiter schaust, gibt es gewisse grundlegende Konstanten, die immerwährend gleich sind. Wenn du in der ersten Klasse lernst, 2 + 2 = 4, gilt das auch noch in der 9. Klasse und auch noch an der Universität. Zurück zu den Naturwissenschaften, die diese physikalischen Naturkonstanten gefunden und berechnet haben, auch die sind während der ganzen Existenz des Universums gleich. So wird es auch ein paar Grundlegende Konzepte geben, die sich nicht verändern, die immerwährend gleich sind. Dies ist z.B. das Konzept der Liebe. Diese Liebe, über die ihr auch gesprochen habt, die Liebe die überall ist, die das Ganze überhaupt erst lebendig macht, diese Liebe die in jedem Stein, in jeder Pflanze, in jeder Bakterie, in jedem Tier und in jedem Mensch angelegt ist, dies ist eine Konstante. Das Konzept dazu, das dann viele Kulturen schon wieder machen, ist sowas wie Seele, Shiva, Atman, Herzraum. Das sind bereits die Konzepte. Und die Liebe ist das zu Grunde liegende von diesem Konzept, eines individuellen Selbst, einer individuellen Seele.

Ein weiteres, zu Grunde liegendes Konzept des Universums, ist der stete Wandel. Nichts, wirklich gar nichts in deinem Leben, kannst du zweimal erfahren. Nichts. Jede Erfahrung ist in diesem Moment einzigartig. Auch wenn du vom 10m Brett in den Pool springst und es gleich wiederholst, ist es nicht dieselbe Erfahrung, weil es werden andere Menschen neben dir auf dem 10m Brett stehen. Der Wind hat die Luft weiterbewegt. Es ist vielleicht 0,01 Grad kühler oder 0.01 Grad wärmer, die Wolken haben sich bewegt, die Erde hat um die Sonne weiter weitergedreht. Alles ist in steter Bewegung. Nichts ist absolut wiederholbar. Wenn du das verstehst, dann verstehst du die Kostbarkeit des Momentes und wirst den viel Zitierten Spruch «Lebe im Hier und Jetzt» begreifen. Aus dieser zu Grunde liegenden Konstante der ewigen Veränderung, machen viele Kulturen und Religionen auch wieder das Konzept einer Entwicklung von A nach B, wie eine Linie die aufsteigt. Dies bedeutet aber einen Anfang und ein Ende. Doch das Universum, Gott, die Liebe, dieses Grundlegende Element, kennt keinen Anfang und kein Ende. Deshalb gibt es eine Entwicklung von A nach B nicht wirklich. Das ist ein Konzept. Kausalität A bedingt B führt zu C, ist auch ein Konzept, das aufgrund dieser stetigen und immerwährenden Veränderung des Ganzen entstanden ist. Und darum ist es nicht die Wahrheit, sondern nur ein Wegweiser, ein Hinweis, auf die zu Grunde liegende Konstante der ewigen Veränderung. Ich spreche bewusst nicht von Evolution, sondern von Veränderung. Evolution würde wieder bedeuten, dass etwas sich verbessert. Manche Dinge werden besser, manche Dinge werden schlechter. Doch die andere Konstante, die Liebe, die bewertet nicht, was sich verändert und wie es sich verbessert, was besser ist und was schlechter ist. Deshalb gibt es aus diesem grundlegenden Seinszustand betrachtet, nur Veränderung und keine Verbesserung oder Verschlechterung. Somit kommen wir zum Wort des Widerstandes, das diese Woche auch oft benutzt wurde. Wenn sich Alles stets verändert und diese Veränderung aus der Sicht der Liebe weder Gut noch Schlecht, weder eine Verbesserung noch eine Verschlechterung ist, wieso willst du dann diesen Veränderungen Widerstand entgegenbringen? Das ist sinnlos. Es ist sogar widernatürlich. Diese Worte gelten aus dem Zustand des Seins gesprochen. Wir, von der geistigen Welt, uns ist ganz klar bewusst, dass ihr hier auf der Erde, in einer dualen Existenz lebt, und es hier durchaus Veränderungen gibt, die der Mehrheit schaden, die der Mehrheit nicht gut tun. Hier in einen Widerstand zu gehen, können wir gut verstehen. Einen Widerstand gegen Umweltverschmutzen, einen Widerstand gegen Überbevölkerung und Zersiedelung, einen Widerstand gegen Dieses und Jenes. Wir können das von Herzen gut verstehen, wenn die Menschen hier auf die schwierigen Situationen, auf die Umstände des Lebens mit Widerstand reagieren. Die Frage hier ist, könnte man mit diesen Widrigkeiten des Lebens anders umgehen, als in einen Widerstand zu gehen und in eine Blockade zu kommen, so wie sich politische Parteien, Opposition und Regierungspartei plötzlich blockieren und es zu einem Systemzusammenbruch kommt, in dem sich politisch nichts mehr bewegen kann. Es ist nicht meine Aufgabe heute hier darüber zu sprechen, wie denn dieser Umgang mit den Widrigkeiten des Lebens anders angegangen werden könnte, als mit Widerstand. Denn dies ein Lernprozess der hier auf diesem Planeten vorgesehen ist, auf diesem Spielplatz und Tummelfeld und Paradies und Hölle und Ektase und Rückzug, hier in dieser dichten Form der Materie, wo sich die Dualität voll entfalten kann und die extremen Gegensätze voll erfahren, gesehen und gelebt werden können. Hier ist das optimale Sandkastenspiel um herauszufinden wie man mit Widrigkeiten umgehen kann, anstatt ihnen Widerstand entgegenzubringen.

Wir kommen zurück zum Konzept der Konzepte. Im Paradoxon dieser sich widersprechenden Konzepte, liegt die wahre Schönheit des Selbst verborgen. Im Konzept, dass die Liebe alles ist was existiert und alles Zusammenhält. Wenn du in dieser Liebe im Konzept begegnen kannst, kannst du die Schönheit in diesem Konzept erkennen, auch wenn es genau entgegengesetzt zu deinem Konzept ist. Hier kommt dann der Glaube ins Spiel. Konzepte werden geglaubt, nicht gewusst. Und wenn du ein Konzept in Liebe glaubst, kannst du auch ein Konzept von jemand Anderem in Liebe glauben. Hier ist der freie Wille, die Möglichkeit, dass du wählen darfst, welches Konzept du glauben willst. Und wenn du weisst, dass diese Konzepte nicht allgemein gültig sind, und du weisst, dass du wählst, dann weisst und verstehst du auch, dass jeder andere Mensch gemäss seinem freien Willen sein Konzept wählt und glaubt. Dann herrscht plötzlich Frieden. Wieso solltest du dich auch über ein Konzept streiten oder Krieg führen, das jeder frei gewählt hat? Das macht keinen Sinn.

So kommen wir zu einem heiklen Thema, die Einfachheit. Ich hoffe mit dieser Demonstration des Friedens, soeben gezeigt zu haben, wie einfach das Leben ist. Wenn du dich in den Konzepten verlierst, wird es kompliziert, weil du den Überblick über alle Konzepte und Streit und Krieg zwischen Lehrern «Mein Konzept ist besser» - «Nein, meines» oder «Mein Lehrer ist besser, der sagt dies… » - «Nein, mein Lehrer sagt dies… ». Frieden, hier drin liegt der der Frieden, wenn du verstehst was gewählt wurde. Und diese Erkenntnis ist so einfach und deutet darauf hin, wie sich das Leben einfach gestaltet, wenn du aus dieser Liebe, aus diesem Sein heraus, betrachtest und schaust. Vielleicht fragst du dich jetzt «wie tue ich das?» Du willst ein Konzept von mir hören, wie du das tun kannst, doch ich gebe dir keines. Ihr habt es erfahren, mehrmals im Leben und auch in dieser Woche, habt ihr das gespürt, habt ihr das erfahren. Vielleicht kannst du das nur einmal in der Woche so leben und so erfahren. Vielleicht nur einmal im Monat. Sei geduldig! Und entscheide dich bewusst dafür, dann wirst du es vielleicht zweimal die Woche erfahren, dann drei, dann vier Mal, dann jeden Tag, dann jede Stunde, dann den ganzen Tag, irgendwann sogar in der Nacht, wenn du schläfst und irgendwann wird es da sein. Nicht für immer, auch nicht für einen Moment, die Zeit läuft auch. Es ist dann einfach da. Bevor wir das zweite Thema ansprechen werden gibt es hier die Möglichkeit Fragen zu stellen, wenn sich Fragen aufgedrängt haben. Sei dir aber bewusst, dass wir uns auch entscheiden die Frage eventuell nicht zu beantworten, wenn sie zu sehr nach einem neuen Konzept bedarf. Wenn du eine Frage hast, kannst du sie jetzt gerne stellen. Gut, dann habt ihr ja aufgepasst und konntet meinen Ausführungen mit dem Herzen und dem Verstand lauschen. So entsteht die wahre Erkenntnis, wenn mit dem Herzen und dem Verstand verstanden, begriffen und gefühlt wird.

 

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